Uhren: made in Florence

Uhrenerbe

Im Jahre 2013 beschloss Visconti, ein altes Florentiner Erbe zu neuem Leben zu erwecken und die Uhrmacherkunst in die Stadt zurückzubringen.

1866 war das Gründungsjahr von Officine Galileo in Florenz und der Beginn einer bis heute ununterbrochenen Tradition in qualitativ hochwertiger Präzisionsmechanik, in deren Rahmen Officine Galileo optische Systeme an die italienische Königliche Marine lieferte. Das Unternehmen wurde ziemlich groß, und in der Region entwickelten sich ein breites Know-how und handwerkliche Fähigkeiten. Galileo ist auch heute noch als Teil eines internationalen Konzerns aktiv.

Etwa um dieselbe Zeit wurden zwei weitere Unternehmen in Florenz gegründet.

Guido Panerai & Söhne:

Das 1925 gegründete Unternehmen stellte als Lieferant der italienischen Königlichen Marine nautische Geräte und Instrumente her.

Die Königliche Marine gab 1936 bei Panerai eine wasserdichte Armbanduhr in Auftrag, welche die Geschichte der Uhrenindustrie nachhaltig prägen sollte.

Die Produktion von Panerai war in Florenz angesiedelt, bis sie nach der Übernahme durch Richemont Group (1997) in die Schweiz verlagert und in Florenz lediglich eine Vertriebseinheit beibehalten wurde.

Incaoro:

Incaoro wurde 1938 von Enrico Ambuchi gegründet, einem Ingenieur, der für Officine Galileo arbeitete und das Unternehmen verließ, um sich auf die Herstellung von Uhrengehäusen und Tauchinstrumenten zu konzentrieren. Seine kleine Firma überlebte den Zweiten Weltkrieg, er baute sich ein kompetentes Team auf und lieferte Uhrengehäuse an Panerai.

Enrico gab sein Know-how und seine Maschinen an die zweite Generation weiter: Sein Sohn Antonio, der inmitten von Uhren aufgewachsen war, studierte zwar zunächst klassische Philologie, arbeitete dann jedoch als Ingenieur und Designer in der Uhrenbranche, bevor er die Leitung des Familienunternehmens übernahm und fertige Uhren an verschiedene Marken lieferte – darunter Panerai. Antonio produzierte die letzten „italienischen“ Panerai-Uhren, bevor Richemont Group die Produktion in die Schweiz verlegte.

Anonimo & Visconti heute

Nach dem Weggang von Panerai verblieb beträchtliche uhrmacherische Kompetenz in Florenz.

1997 wurde das Unternehmen Anonimo (Florenz) mit dem Ziel gegründet, Florentiner Know-how auf dem Gebiet der Uhrenherstellung zu verwerten. Anonimo bot elegante Zeitmesser mit italienischem Design, origineller Gehäusekonstruktion (z. B. eine professionelle Uhr, die als erste in der Welt bis 200 bar wasserdicht war) und einer Produktionstechnik, die modernste CNC-Maschinen mit Handwerkstechniken für die Endbearbeitung und den Zusammenbau verband.

Nach einigen Jahren wurde auch Anonimo übernommen und in die Schweiz verlegt.

Für Visconti war dies eine großartige Gelegenheit, an die vorhandenen uhrmacherischen Kompetenzen und Fähigkeiten anzuknüpfen.

2013 wurden Antonio Ambuchi und sein Uhrenteam von Visconti in Dienst gestellt.

Visconti: Uhrenherstellung wieder in Florenz

Die wesentlichen Werte von Visconti einzubringen brauchte etwas Zeit.

2017 übernahm eine neue Geschäftsführung das Ruder, um das Wachstum des Unternehmens zu unterstützen.

Hier soll hervorgehoben werden, was Visconti unter einer Uhr Made in Italy versteht: Es geht dabei nicht nur darum, die regionale Herkunft der Produkte zu zertifizieren – das wäre nicht genug.

Made in Italy bezieht sich auch und vor allem auf den Anspruch, Teil einer künstlerischen, stilistischen und technischen Kultur zu sein, die sich von der traditionellen Kultur in der Uhrenherstellung abhebt und auf die Visconti seine Unterscheidungskraft stützt.

Die Kreativität von Visconti liegt in einem eleganten, starken Design, in der Einführung von Style Codes aus einer anderen Tradition, in größter Sorgfalt bei der Kombination von Materialien und Farben als Hommage an die künstlerische Kultur Italiens, die ebenso gut klassisch (Humanismus oder Renaissance) wie modern (literarische und filmische Meisterwerke des letzten Jahrhunderts) sein kann.

Dies waren und sind die grundlegenden Werte für die Entwicklung einzigartiger Schreibgeräte.

Mittlerweile sind diese Werte in die Fähigkeiten integriert, die das Uhrenteam mit sich brachte.

Das Visconti-Uhrenteam bietet dem Markt heute wieder einen typisch italienischen Uhrenstil, der sogar noch besser als je zuvor ist. Grundlage dafür ist der Beitrag der Visconti-Mischung aus italienischer Kreativität und italienischem Luxus.

Interne Entwicklung und Konstruktion

Visconti gehört zu den wenigen kleinen und unabhängigen Unternehmen, die eine eigene Abteilung für die Uhrenentwicklung und -konstruktion besitzen.

Die meisten unabhängigen Uhrenunternehmen greifen auf eine externe Firma zurück (oft dieselbe), die Uhren entwickelt, die einander stark ähneln.

Deren Produktion stammt von Lieferanten aus Fernost, mit einem uneinheitlichen Herstellungsablauf, der sich negativ auf die Qualitätskontrolle und auf die Produkte allgemein auswirkt.

Visconti verfügt hingegen mit seinem Uhrenteam über umfassende interne Entwicklungs- und Konstruktionskapazitäten, wobei modernste CAD- und Rendering-Systeme (2D und 3D) zum Einsatz kommen. Dem Unternehmen ist es wichtig, die Kontrolle über sämtliche Fertigungsschritte und über die Qualität der Bestandteile zu behalten und in sich stimmige Produkte herstellen zu können, die leistungsstark und einfach zu warten sind.

Visconti-Uhren bestechen mit typisch italienischem Design, hoher technischer Qualität und … italienischer Schönheit.


Über uns

1988 brachte Visconti die Schreibgeräteindustrie nach einer Zeit der Abwesenheit nach Florenz zurück und machte die florentinische und italienische Handwerkskunst zum Symbol für seine Produkte, denen die folgenden Werte zugrunde liegen: italienisches Design und italienische Kreativität, Handwerkskunst, Qualität, Luxus.